Sonntag, 23. November 2014

Creative Commons verbreiten sich immer schneller


Eine erfreuliche Nachricht für alle, die #Creative Commons und #OER unterstützen: Die Anzahl der Veröffentlichungen unter den freien Lizenzen hat sich in den letzten vier Jahren von 400 auf 882 Millionen mehr als verdoppelt.

Europa holt die USA in der Menge der freien Materialien hoffentlich bald ein. Den Unterschied machen nur noch drei Prozentpunkte. In Europa wurden 34 Prozent und in den USA 37 Prozent alle CC-Materialien publiziert.

Mich hat besonders erfreut, dass meine Lieblingslizenz, nämlich die CC-BY-SA (Weitergabe mit Namensnennung und unter den gleichen Bedingungen) den Löwenanteil von 33 Prozent aller Materialien ausmacht.
Immerhin fast 60 Prozent der CC-Materialien dürfen auch kommerziell verwendet werden, was für mich als Selbstständige tolle Chancen bietet.

Creative Commons berühren nicht nur die Bildung und kommerzielle Anwendungen, sondern sind auch auf der politischen Bühne sichtbar. Laut der Auswertung gibt es in 14 Nationen staatliche Vereinbarungen und Unterstützungen der freien Inhalte. In der Grafik fehlt m.E. Deutschland. Vor wenigen Tagen hat die Bundesregierung Ausgaben für #OER in den Haushalt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung aufgenommen und damit ein wichtiges Zeichen zur Förderung der offenen Bildungsmaterialien gesetzt.

Auf das größte OER-Projekt dürfen die USA stolz sein. Das mit zwei Milliarden Dollar unterstützte Trade Adjustment Assistance Community College und Career Training (TAACCCT) soll Studierenden  helfen sich auf dem Arbeitsmarkt zu behaupten.  

Nach Materialien mit CC-Lizenzierung wird auch kräftig im Netz gesucht. An einem Tag werden sie 27 Millionen Mal abgerufen. Die Creative Commons Organisation ist zuversichtlich, dass im nächsten Jahr die Milliarden-Marke der unter freien Lizenzen veröffentlichen Materialien geknackt wird. Ich drücke dafür fest die Daumen!

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