Donnerstag, 16. Oktober 2014

"Gratis online Lernen" startet am Montag!

Das frischgedruckte Arbeitsheft wartet
 auf seinen Einsatz beim #gol14
Auf #iMooX, der #MOOC Plattform der TU Graz beginnt am Montag der MOOC "Gratis online lernen" (#gol14). Zugegeben, als der MOOC vor einigen Monaten angekündigt wurde, habe ich es zu Kenntnis genommen, aber nicht wirklich vorgehabt, daran teilzunehmen. Die Inhalte beschäftigen sich mit Grundlagen, die mir bereits geläufig sind. Doch als ich auf der #OERde14 den Vortrag von Dr. Michael Kopp, Leiter der Akademie für Neue Medien und Wissenstransfer an der Universität Graz über das Angebot hörte, kam mir spontan eine Idee. Zahlreiche Trainerkollegen, mit denen ich mich in unserer BDVT-Fachgruppe E-Learning* austausche, stehen ganz am Anfang der Beschäftigung mit digitalem bzw. online Lernen. Für sie wäre der MOOC doch ideal. Gleichzeitig weiß ich - sehr gut aus eigener Erfahrung - wie schwierig es ist, bei einem MOOC dabei zu bleiben und sich selbst zu motivieren. Deshalb habe ich kurzerhand ein Angebot für meine Kollegen gestrickt. Weil meine Aktivitäten im Verband ehrenamtlich sind, bleibt selbstverständlich auch das Zusatzangebot kostenlos für die Teilnehmer.

Darin sind enthalten:

  • die Teilnahme am "Gratis online Lernen" (jeder meldet sich selbst an)
  • das gedruckte Arbeitsheft (wurde von mir verschickt)
  • eine eigene online Community jenseits von Facebook und Google (viele Kollegen sind nicht in Social Networks und wollen gerne unter sich bleiben)
  • fünf online "Lernstunden", die ich in unserem BDVT-Webinarraum durchführen werde.
Die Inhalte des MOOCs liefern die Basis. Darüber hinaus wollen wir uns kollaborativ mit den Aspekten und Chancen des online Lernens in Training und Beratung auseinandersetzen.
Die Resonanz auf mein Angebot war äußerst positiv und so gehen wir mit einer 14-köpfigen Lerngemeinschaft ins Rennen. Ich bin sehr gespannt, wie es laufen wird und welche Erfahrungen wir machen werden.
Genau genommen könnte es der Prototyp eines neuen Formats werden: die Kombination aus einem MOOC und kollaborativem Lernen innerhalb einer Interessengruppe. Vielleicht lassen sich daraus neue Modelle für Corporate-Learning-MOOCs oder zumindest für das Blended Learning in unternehmerischer Weiterbildung ableiten.
Wir lassen uns überraschen und schauen, wohin die Reise führt.

*BDVT ist der Berufsverband für Trainer, Berater und Coaches, in dem ich die Fachgruppe leite, weiteres unter http://www.bdvt.de/e-learning

Montag, 13. Oktober 2014

Der Buchclub des 21. Jahrhunderts?

Auf der diesjährigen #Frankfurter Buchmesse stolperte ich fast zufällig über die Präsentation von #sobooks und erlebte Sascha Lobo, der Amazon und Bertelsmann gleichzeitig herausfordern will, live und in Farbe.
Sascha Lobo bei der Präsentation von sobooks
 auf der Frankfurter Buchmesse 2014.
Die Plattform sobooks, die für "social books" steht, soll den Markt für E-Books revolutionären und der "Bertelsmann Buchclub des 21. Jahrhunderts" werden, wie der Spiegel in seinem Artikel schreibt (leider nur kostenpflichtig zu lesen unter: https://magazin.spiegel.de/digital/?utm_source=spon&utm_campaign=inhaltsverzeichnis#SP/2014/41/129568353 oder am Kiosk in der Print-Ausgabe).
Welche Möglichkeiten sobooks bietet und wie alles funktionieren soll, das mag ich hier im Detail nicht beschreiben, weil ich selbst noch nicht ganz durchgeblickt habe. Wer Interesse hat, kann die Plattform selbst testen (https://sobooks.de) und vielleicht in Kommentaren zu dem Beitrag berichten.
Sascha Labo hat in seinen Ausführungen unter anderem von "freien Bücher" gesprochen. An dieser Stelle habe ich nachgehackt, was es tatsächlich bedeutet. Ich hoffte, dass damit vielleicht #OER Materialien oder zumindest #CreativeCommons lizenzierte Bücher gemeint sind. Leider meinte er damit nur kostenlose Bücher, die aufgrund des abgelaufenen Urheberrechts (70 Jahre nach dem Tod des Urhebers, ohne Vererbung der Rechte) gemeinfrei sind. Nur das ist nichts Neues, denn solche Bücher bieten bereits zahlreiche Portale an.
Noch ist sobooks keine Self-Publishing-Plattform. Doch entsprechende Pläne gibt es schon. Unter welchen Lizenzen dann die Autoren ihre Bücher stellen werden, das konnte mir Sascha Labo nicht eindeutig beantworten. Er sprach von vielen Möglichkeiten, auch CC-Lizenzen, ja sogar von eigenen Lizenzmodellen. Doch im gleichen Atemzug gab er zu, dass man sich hierzu noch in rechtlicher Klärung befände.
Irgendwie hatte ich die naive Vorstellung, dass sobooks mit CC-Lizenzen und OER eine schöne Symbiose eingehen könnte. So bleibt es aber spannend wie sich diese neue soziale Leseplattform entwickelt.

Sonntag, 12. Oktober 2014

Lyrik Performances auf der Frankfurter Buchmesse

Ich liebe die Frankfurter Buchmesse #fbm14 ! Seit vielen Jahren besuche ich sie regelmäßig, manchmal als Autorin, manchmal aus anderen, geschäftlichen Anlässen, doch immer auch als eine echte Leseratte auf der Suche nach spannenden Neuigkeiten.
Mein absolutes Highlight auf der diesjährigen #Buchmesse hat mir "Brain Poetry" beschert. In der Ausstellung des Gastlandes Finnland habe ich gedichtet, und zwar nur mit der Kraft meiner Gedanken :-).

Zumindest hat es so ausgesehen und sich so angefühlt. Bei der finnischen "Lyrik Performance" werden Hirnströme in Versmaße umgewandelt. Der Besucher wird am Kopf verkabelt, dann werden die EEG-Kurven in mehr oder weniger verständliche Gedichtbrocken übersetzt und an eine Wand geworfen.
Als "Autor" wählte ich lediglich die Sprache, englisch oder deutsch aus, tippte meinen Namen und blieb ruhig, die Wand anstarrend, stehen. Nach wenigen Augenblicken und leicht beunruhigenden Hinweisen wie "Suche Gehirn" oder "Emotionalitätsprofil erstellen" erschien wie von Geisterhand mein persönliches Gedicht an der Leinwand. Um das Werk für die Nachkommen erhalten zu können, bekam ich den Text auf einem Kassenzettel ausgedruckt.
Und nun grüble ich und kapiere nicht, was mein Oberstübchen produziert hat. Jetzt weiß ich, wie das ist, wenn man sich selbst nicht versteht.


Was ich sonst noch auf der #Frankfurter Buchmesse erlebt und gesehen habe, darüber berichte ich in den nächsten Tagen.